Gehirntraining hilfreich zur Linderung von Nervenschäden durch Chemotherapie
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Gehirntraining hilfreich zur Linderung von Nervenschäden durch Chemotherapie

Gehirntraining-Spiele können laut einer neuen Studie wirksam sein, um Nervenschäden zu behandeln, die durch Chemotherapie verursacht werden. Sechsundneunzig Prozent der Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, erleben eine chronische Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie (CIPN) innerhalb des ersten Monats nach Beginn der Behandlung. Dieser Zustand verursacht Symptome wie Brennen, Kribbeln, Schmerzen, Gefühlsverlust und tritt am häufigsten in den Armen und Beinen auf. Derzeit gibt es nur ein Medikament zur Behandlung von CIPN und es kann unerwünschte Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen und Übelkeit verursachen, was bedeutet, dass diese neue Studie integraler Bestandteil der Behandlung der Mehrheit der Patienten mit dieser Erkrankung ohne die Aufnahme von Nebenwirkungen sein kann.

Um die Wirksamkeit von Gehirntraining - speziell Neurofeedback - zu testen, rekrutierten Forscher 71 Krebspatienten, die kürzlich Chemotherapie abgeschlossen hatten und CIPN entwickelt hatten. Diese Patienten wurden in Gruppen aufgeteilt, wobei die ersten am Computer-basierten Gehirntraining teilnahmen. Das Training bestand aus 20 Sitzungen, bei denen die Teilnehmer ein Computerspiel spielten, das entwickelt wurde, um die Aktivität in den Gehirnregionen zu verändern, die die CIPN-Symptome beeinflussen. Die zweite Gruppe nahm an keiner Form des Gehirntrainings teil.

Nach Abschluss der Studie wurde von den Neurofeedback-Trainierenden ein signifikanter Rückgang der CIPN-Symptome im Vergleich zu denen, die nicht trainiert wurden, berichtet. Assistenzprofessor in der Abteilung für Krebsmedizin an der Universität von Texas MD Anderson Cancer Center, Sarah Prinsloo, leitete die Studie und kommentierte: "Wir beobachteten klinisch und statistisch signifikante Reduktionen in der peripheren Neuropathie nach Neurofeedback-Techniken. Diese Forschung legt nahe, dass Neurofeedback ein wertvoller Ansatz zur Verringerung von Neuropathiesymptomen und deren Auswirkungen auf die täglichen Aktivitäten sein kann. "
Diese Ergebnisse zeigen, dass Neurofeedback und Gehirntraining eine wirksame Alternative zur bestehenden medikamentösen Behandlung zur Behandlung der Symptome von CIPN darstellen. Prinsloo sprach auch über die Vorteile von Neurofeedback: "Neurofeedback hat keine negativen Nebenwirkungen und kann in Kombination mit anderen Behandlungen eingesetzt werden und ist kostengünstig." Eine nicht-pharmazeutische Interventionsmethode wie Gehirntraining könnte für Krebspatienten besonders attraktiv sein, da sie oft ein bestehendes Arzneimittelregime haben, das ein ständiges Management erfordert.

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