Genetische Ursache bei Lärmschwerhörigkeit
Gesundheit

Genetische Ursache bei Lärmschwerhörigkeit

Forscher vom Institut Pasteur, Inserm Das Collège de France und die Pierre & Marie Curie Universität haben zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Auvergne genetische Ursachen und Mechanismen für lärmbedingten Hörverlust gefunden. Sie fanden heraus, dass das Molekül Pejvakin eine lebenswichtige Rolle im Hörsystem spielt und dass das Fehlen von Pejvakin für lärminduzierten Hörverlust verantwortlich ist.

Pejvakin wurde bereits 2006 vom Forschungsteam entdeckt. Es wurde festgestellt, dass Mutationen im Gen zu einer Schwerhörigkeit führten.

Dann haben die Forscher Mäuse untersucht, in denen das Gen inaktiviert wurde und bei denen eine Veränderung der Hörbehinderung von einer Maus zur anderen festgestellt wurde. Sie entdeckten auch, dass, wenn mehr Mäuse im Käfig waren, die Hörschwelle höher wurde. Die Forscher fanden heraus, dass Mäuse, denen Pejvakin fehlte, weitgehend von ihrer akustischen Umgebung beeinflusst wurden. Sie fanden auch heraus, dass bei Mäusen ohne Pejvakin die Sinneszellen bereits bei geringstem Geräusch geschädigt wurden - dies ist vergleichbar mit einer Person, die eine Minute in ein Nachtclub. Die Zellen können nach zwei Wochen Ruhe wieder funktionsfähig werden. Bei längerer Exposition gegenüber starkem Lärm sterben die Zellen schließlich ab und tragen somit zu einem Hörverlust bei. Christine Petit, eine der Forscherinnen, sagte: "Um es einfach auszudrücken, haben wir entdeckt, dass eine genetische Störung für lärmbedingten Hörverlust verantwortlich sein kann, der durch sehr niedrige Lärmpegel ausgelöst wird."

Es wurde ein beeinträchtigter Pejvakin beim Menschen gefunden mit der Anfälligkeit für Lärm verbunden sein. Wenn ein Hörtest bei einer Person mit Hörbeeinträchtigung durchgeführt wird, ist ihr Gehör zunächst normal und verschlechtert sich dann mit fortschreitenden Geräuschen.

Lärmbedingter Hörverlust nimmt zu und die Weltgesundheitsorganisation schätzt den durch Lärm verursachten Hörverlust Betroffen sind eine Milliarde Menschen bis 2030. Professor Paul Avan und Petit fol- gen: "Fünf Millionen Menschen in Frankreich leiden an Hörverlust, was sich negativ auf ihr soziales Leben auswirkt. Hörgeräte sind eine Lösung, aber sie arbeiten, indem sie den Träger verstärkten Geräuschen aussetzen. Wir wissen jedoch noch nicht, welcher Prozentsatz der Bevölkerung entweder an Pejvakin fehlt oder eine weniger wirksame Form des Proteins hat. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hörgeräte bei diesen Menschen höchstwahrscheinlich nicht nur unwirksam, sondern auch schädlich sind. "

Weitere Forschung zielt darauf ab, Pejvakin wiederherzustellen, um lärmbedingten Hörverlust umzukehren.

Quelle:

//www.eurekalert.org/pub_releases/2015-11/ip

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